Wenn ich gefragt werde, ob ich auch Fotos von den Geschichten habe, die ich erlebe, verneine ich oft. Heute war eine Situation, bei der ich wahrhaftig überlebt habe, ob ich nicht ein Foto machen soll. Auf dem Weg zum ersten Zählpunkt der Gänsezählung fuhr ich am Wöhrdener Loch vorbei und musste kurz stutzen, ob ich das gerade richtig gesehen habe. „Tatsächlich", dachte ich mir, nachdem ich mich vergewissert habe. Da stand ein Schaf an der Straße. Da, wo Autos mit 100 Sachen vorbeirasen mit Tunnelblick zum nächsten Ziel. Ich fragte also zwei Ornithologen, die in der Nähe standen, ob mir nicht einer helfen könnte. Zu zweit liefen wir zum Schaf. „Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras viel grüner", witzelte mein Helfer. Ja, da war was dran. Ich sah das Schaf und überlegte: „Foto? Ja ! Oder nein?" Nein. Das wäre echt suspekt. Ich sage mir dich nicht, dass ich erstmal das Foto haben will und dann - Achja - muss ich dem Schaf auch noch helfen. Das wäre nicht ...
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